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Geändert am:18.10.2011

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Otte: WIN-LOGO 2.0

LOGO im Unterricht

Die neuen Informations- und Kommunikationstechniken halten schneller denn je Einzug in die Schulen. Heute ist es vor allem der Zugang zum Internet, der den Unterricht in die weite Welt öffnen soll: Informationen von überall zu jeder Zeit an jedem Ort werden recherchiert, aber auch die  Schule selbst, die Schüler und Schülerinnen, stellen sich einem Kommunikationsprozeß mit der ganzen Welt zur Verfügung. Tatsächlich ist es aber wohl die Öffentlichkeit, die erkannt hat, welche bedeutende Rolle die neuen  Technologien in der zukünftigen Arbeitswelt spielen und die nun die Schulen ausstattet, um ihre Kinder für neue Arbeitsplatze vorzubereiten.
Um dieser Herausforderung genügen zu können, besinnt man sich wieder der Informations-technischen Grundbildung, die seit 1985 geplant, aber mangels Geräte und – teilweise auch Interesse - nur sehr zögerlich umgesetzt werden konnte. Die Inhalte aus den damaligen Konzepten sind immer noch dieselben, auch wenn die Technik und die Angebote sich enorm weiter entwickelt haben.
Voraussetzung für einen verantwortungsbewußten Umgang mit den neuen Technologien ist immer noch eine Informationstechnische Grundbildung:
Einführung und Nutzung der Anwendersoftware, Kennenlernen einer Programmiersprache, Einführung in die Prinzipien der Prozeßdatenverarbeitung und der Kommunikationstechniken sowie die gesellschaftliche Auswirkungen.
So haben sich die Programmiersprachen generell auf ihre Funktionalität weiter entwickelt (C, Delphi usw.). Um kennenzulernen, "was programmieren ist" und nicht "wie programmiert wird", ist LOGO die Schulsprache, die  eigens für die Ausbildung von Papert geschaffen wurde und entsprechend der technischen Weiterentwicklung von Prozessoren und Betriebssystemen mit dieser Ausgabe fortgeschrieben wurde.
Während 1985 zunächst nur Beispiele von  LOGO gewählt wurden, die eben zeigen sollten, was eine Programmiersprache ist, ergaben sich in den vergangen Jahren viele Anwendungen in den schulischen Fächern, die belegten, dass unterrichtliche Themen mit LOGO ein Gewinn für die jeweiligen Fächer darstellen, so in Mathematik, Physik, Informatik, Arbeitslehre, Musik usw.
LOGO trägt zum Erreichen vieler weiterer Bildungsziele bei:

  • Denken in Modulen als Lösung für vernetztes Denken

  • Hinführung von elementaren Beispielen aus der Grafik zu abstrakten Aufgaben

  • Anwendungen in Projekten mit Teamarbeit (Prozessdatenverarbeitung)

  • Voraussetzungen für ein selbstätiges, individuelles, selbstgesteuertes, eigenverantwortliches Lernen

LOGO ist ein modernes Werkzeug, das übrigens auch unsere Lehrkräfte sehr schnell beherrschen und schätzen lernen und mit dem unsere Schülerinnen und Schüler für die  Zukunft vorbereitet werden sollten.

Wolfgang Friebe
Referent für neue Informations- und Kommunikationstechniken
im schulischen Bildungsbereich,
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung in Rheinland-Pfalz

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